Wahlkämpfer im Focus des Betrachters

Veröffentlicht am 20.03.2018 in Allgemein

Marco Wölk

Ein Kommentar von Marco Wölk

 

Als Fraktionsvorsitzender in Waltershausen interessiert mich natürlich die Wahl zum Landrat im Kreis Gotha besonders. Die heiße Wahlkampfphase scheint begonnen zu haben und die Kandidaten ziehen von Podium zu Podium. Dabei schlagen sie sich durchaus wacker.

Während Steffen Fuchs sich der parteieigenen grünen Linie treu bleibt, ein gutes 10 Punkte Programm erarbeitet hat und gleichzeitig die Sozialen Netzwerke mit selbstgedrehten Videos füttert, macht sich der Sozialdemokrat Onno Eckert argumentativ im Landkreis bekannt. Ebenfalls mit einem 10 Punkte umfassenden Programm bewaffnet, wirkt der jüngste unter den sechs Kandidaten frisch, dennoch unaufgeregt und erfahren. Sicherlich seiner Tätigkeit im Landesverwaltungsamt geschuldet.

Schmitz-Gielsdorf tritt als parteiloser Landratskandidat an. Sehr selbstbewusst sieht er sich auf der Erfolgsspur. Allerdings bleibt ihm auch nichts Anderes. Ohne sein Amt als Gothaer Bürgermeister ist er entweder zum Erfolg verdammt oder in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwunden. Die Kandidaten der FDP und AFD. Seeber und Müller (früher CDU)laufen sich noch warm. In den einschlägigen Wahlkampfrunden und Podien war nicht zu erkennen dass beide wenigstens an sich selbst glauben.

Ganz anders bei Holger Kruse(CDU). Seine Partei geht zwar zunehmend auf Abstand zum eigenen Bewerber um das Landratsamt, er selbst strotzt aber vor anwaltlichem Selbstbewusstsein. Sich nicht zu schade für Verstrickungen aller Art, sogar der plumpen Lüge. Im Beisein von Landrat und Verwaltungsmitarbeitern lobte er ausdrücklich die Mitarbeiter im Landratsamt für ihre Arbeit.

Fern ab, in der zweitgrößten Stadt des Landkreises, fand er andere Worte. Auf einer Veranstaltung in Waltershausen warf er selbst auf Nachfrage den Mitarbeitern des Landratsamtes Willkür und persönliches Dünken im Verwaltungshandeln vor. Um eine Woche später in Gotha, vor teilweise gleichem Publikum alles abzustreiten reichte seine Glaubwürdigkeit nicht.

Ob kurze Beine bis ins Landratsamt laufen können, entscheidet am 15.4. der Souverän.

Gehen Sie bitte Wählen!

 

Ihr Marco Wölk

 

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